Unseriöse Fotografen

Diese Übersicht wurde eigens für angehende, wenig erfahrene oder unerfahrene Models erstellt.

Leider gibt es - wie in jeder Branche - auch bei den Fotografen schwarze Schafe. Mit diesem Leitfaden möchte ich angehenden (Hobby-) Models helfen sich in der Fotografenwelt etwas besser zurecht zu finden.

 

Ein Shooting sollte vermieden werden, wenn...
 

… eine Begleitperson ausdrücklich ohne besondere Angabe von Gründen unerwünscht ist. Seriöse Fotografen respektierendiesen Wunsch meist oder geben nachvollziehbare, schlüssige Gründe gegen eine Begleitperson an. Es empfiehlt sich jedoch anfangs mit einem Fotografen zu arbeiten der dies akzeptiert.

… ein mangelhaftes Zeitmanagement und schlechte Kommunikation zu Tage tritt. Es sollte keine ständigen Terminverschiebungen, grobe Unpünktlichkeiten  o.ä. geben. Natürlich kann auch mal was passieren, aber meist ist es dann möglich sich rechtzeitig zu melden bzw. abzusagen. Verlässlichkeit zeichnet einen Fotografen aus. Models übrigens auch ;-)

... der Fotograf den Wunsch einer schriftlichen TFP- bzw. Pay-Vereinbarung nicht akzeptiert. Die meisten seriösen Fotografen können dies vorweisen. Dies ist besonders bei Teilakt- oder Aktfotos u.ä. sehr wichtig. Im Allgemeinen muss außerdem bei Minderjährigen zumindest ein Sorgeberechtigter die schriftliche Zustimmung geben und am besten dabei sein. Eine TFP-Vereinbarung dient somit der Absicherung des Models als auch des Fotografen. Entsprechend muss der Fotograf sicher gehen in dem er im Zweifel nach dem Personalausweis des Models fragt. 

… du immer wieder kontaktiert wirst und mit für das Shooting eher irrelevanten vielleicht sogar merkwürdigen Fragen oder fragwürdigen Komplimenten konfrontiert wirst. 

... sich nicht an die vereinbarten Fotoideen innerhalb des für Dich akzeptablen, flexiblen Rahmens gehalten wird und ein ungebührliches Verhalten auffällig wird. Gehe immer nach Deinem Bauchgefühl. Falsche Freundlichkeit oder Zurückhaltung kann eine (sehr) unangenehme Erfahrung nach sich ziehen!

… der Fotograf die Privatsphäre des Models nicht respektiert. Vor, während oder nach dem Shooting als auch beim Outfitwechsel hat der Fotograf das Model nicht anzufassen! Idealerweise bietet der Fotograf eine Umkleide oder etwas ähnlich praktikables an. Für Outdoor-Shootings gibt es mobile Umkleiden welche gut vor neugierigen Blicken schützen. Mit Zustimmung kann der Fotograf das Model

„an die Hand nehmen“, positionieren oder anderweitig "ausrichten". Es ist auch nicht ungewöhnlich das man mal z.B. eine Haarsträhne entsprechend legt, oder bspw. eine Kleiderfalte an der Bluse mit einer Wäscheklammer unsichtbar am Rücken glatt zieht, einen Fussel entfernt an welchen das Model selbst nicht herankommt, etc. . Dies sollte stets in professioneller Weise mit dem gebührenden, moralischen Abstand erfolgen.

… ungewöhnlich hohe Honorare versprochen werden, voll bezahlte Shootingreisen angeboten werden, oder das die Bilder angeblich gleich in bekannten Magazinen oder Kalendern veröffentlicht werden können und man so gemeinsam Geld verdient.

 

… der Fotograf Dir keine oder kaum Referenzen vorweisen kann. Bei frischen Einsteigern der People-Fotografie sollte es zumindest erste Fotos von Freunden, Bekannten o.ä. geben oder wenigstens Fotos aus dem Bereich Stillleben, Landschaft, Street, Flora, Fauna, Fahrzeuge oder Architekturaufnahmen geben, damit man sieht das es einen gewissen Bezug zur Fotografie gibt. Hierbei sollte man prüfen das die Bilder auch tatsächlich von diesem Fotograf stammen!

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… er keine ordentliche Webseite mit Impressum und eine aussagekräftige, professionelle Galerie innerhalb eines sozialen Netzwerkes oder bekannten Portals (Instagram, Facebook, Vero, 500px, YouPic, FlickR, Modelkartei, ...) - am besten mit Referenzlinks zu den Models die man anschreiben kann - hat. Sicher gehen und die Suchmaschine nach dem Fotograf bemühen!

WICHTIG: die Identität sollte bestätigt sein, damit sich niemand mit falschen Federn schmücken kann.
Ein Foto des Fotografen selbst auf den jeweiligen Plattformen mit einigen "über mich" Informationen und seinen Fotos daneben hilft schon einmal. So kann man den Fotograf beim ersten Shooting auch identifizieren und besser einordnen. Außerdem kann man so auch festellen ob der Foto-/ Bearbeitungsstil zu einem passt.

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… Du übertriebene Komplimente für Deinen Körper/ Deine Art bekommst und immer wieder auftretende sexuell angehauchte, schlüpfrige Anspielungen gemacht werden.

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… der Fotograf Dich mit Nachdruck dazu bringen möchte, etwas mehr Haut zu zeigen, oder Kleidungsstücke abzulegen. DU entscheidest was erlaubt ist! Entsprechend bitte vor dem Treffen schriftlich (im Chat, Email) festlegen was für Dich passt und/oder es bereits auf Deinem jeweiligen Profil einsehbar vermerken. So sollte es auch keine Missverständnisse geben.

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… die Fotos vom Fotografen rein privat "genutzt" werden wollen, also ohne die Absicht etwas davon zu veröffentlichen. Ein TFP-Shooting dient der Erweiterung oder Erneuerung des Portfolios und keinem "Privatvergnügen". 

 

… die Fotoideen Dir irgendwie sehr merkwürdig, frivol oder gar pervers vorkommen (Bauchgefühl!). Zweifelhafte Fotografen möchten ausschließlich ihre speziellen Neigungen befriedigen und denken nicht daran für Dich gute Bilder zu erstellen.

 

Ich hoffe diese Übersicht hilft Dir Dich besser zu orientieren. Du kannst diesen Leitfaden natürlich in unveränderter Form mit Deinen Freunden teilen. Du findest diesen auch als kostenlosen PDF-Download auf meiner Webseite.

 

Dies alles soll Dir keine Angst machen, sondern Dir helfen mit vernünftigen Fotografen zu arbeiten und Dich auf gute und kreative

Shootings einzulassen. 

Hilfreich vor dem Shooting:

Meine kostenlose Checkliste für Models


 

Nun bist Du gut gewappnet, dann mal los und Dir viel Spaß bei Shooten!

Du hast noch Fragen oder brauchst einen Tipp? Dann melde Dich einfach bei mir.

Dimi

Pistolas Photo